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Hundebesitzer sind empört
Hundebesitzer sind empört: Freilauffläche "wie ein Zwinger"
1600 Quadratmeter groß ist nach Berechnungen der Stadt die neu geschaffene Auslauffläche, die Vierbeinern in einem Wäldchen an der Nordseeklinik jetzt zur Verfügung steht. Hundebesitzer sehen hier eine moderne Form der Zwingerhaltung.
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Statt in ein dorniges Gestrüpp begeben sich Hund und Herrchen lieber auf das Gelände des Flugplatzes.
Westerland - Für die Stadt ist es ein Fortschritt für Mensch und Tier: Auf fast 10 000 Quadratmetern umzäunter Fläche, so wirbt sie, werde Hundebesitzern neuerdings die Möglichkeit geboten, ihre Vierbeiner ohne Leine in der freien Natur laufen zu lassen.
Für Herrchen und Frauchen stellt sich das jedoch anders dar. Insbesondere die im nördlichen Stadtgebiet zwischen Nordseeklinik und angrenzender Heide freigegebene Waldfläche stößt auf Ablehnung. Das Areal sei viel zu klein, monieren sie, und durch ein undurchdringliches Dornengestrüpp völlig unzugänglich.
Und da das Gebiet überdies mit einem 1,60 Meter hohen Zaun aus Drahtgeflecht, das von Eichen pfählen gehalten wird, umgeben ist, fühlen sich beispielsweise die Westerländerin Dorothée Kahlén und ihr Rauhaardackel "wie in einem Zwinger". Sie fragen sich, ob denn niemand der Verantwortlichen die Fläche näher in Augenschein genommen hat. "Wir jedenfalls trauen uns da nicht hinein." Und Ruth Nissen, die in Kampen eine Wohnung besitzt, schimpft: "Eine Zumutung - unmöglich!" Zumal sich in der Mitte ein Sumpfloch befinde, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. "Ich zahle 78 Euro Hundesteuer", sagt sie, "dafür erwarte ich auch etwas."
Die beiden Damen stehen mit ihrer Meinung nicht alleine da. Auch Heike Kühnberger mit "Ronja" ("ein Sprung - und die Schnauze eines Hundes hängt im gegenüber liegenden Zaun"), Erna Krause mit "Wolfi", Achim Friedrich mit "Philipp" und viele andere Hundebesitzer fordern: "Gebt uns eine Fläche am Flughafen, wo sich sowieso schon alle Vierbeiner samt Anhang treffen." Dies allerdings fiele in die Zuständigkeit der Gemeinde Sylt-Ost.
Auch Peter Erichsen, Vorsitzender des Umweltausschusses und selbst Besitzer eines Hundes, kann mit der Auslauffläche nicht so recht glücklich werden. "Zugegeben, sie ist recht klein und ich halte es auch für unglücklich, so etwas im Wald zu platzieren." Allerdings verfüge Westerland in dieser Hinsicht über wenig Raum.
Er lässt seinen Hund seit Jahren auf dem Flugplatzgelände herumtollen. Das ist zwar nicht offiziell als Freilauffläche ausgewiesen - "aber ich habe da noch nie Ärger gehabt".
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