Sylt - Land und Leute
Sylt hat eine Fläche von knapp 100 Quadratkilometern. Die Länge beträgt fast 40 Kilometer und die Breite schwankt zwischen ein paar hundert Metern (bei Rantum) und über zehn Kilometern. Die größte Stadt auf Sylt ist Westerland. Im Übrigen ist Westerland der einzige Ort auf Sylt mit Stadtrecht.
Sylt hat an einigen Stellen schwer mit der Nordsee zu kämpfen: So verliert die Insel an der Westküste jedes Jahr ein bis zwei Meter Land an das Meer, so dass Sylt allmählich immer schmaler wird. Dagegen wird im Norden und Süden der Insel Sand angeschwemmt, so dass hier wiederum Land gewonnen und sich die Spitzen der Insel verbreitert haben. Allerdings droht an den schmalen Stellen die Überschwemmung des Landes, besonders bei Sturmfluten. Mit der Veränderung der Küstenlinie lebt die Bevölkerung auf Sylt jedoch seit Jahrhunderten. Einige Stellen wurden mit Deichen geschützt.
Traditionell lebte man auf Sylt, Föhr und Amrum vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Im 17./18. Jahrhundert kam der Walfang auf und verhalf einigen Kapitänen zu viel Reichtum und Anerkennung. Sie konnten sich wunderschöne Häuser bauen, die zum Teil bis heute erhalten geblieben sind.
Mit dem Verbot des Walfangs musste man sich auf den Inseln der Nordsee nach Alternativen umschauen, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Im 19. Jahrhundert begannen einzelne Städte, sich als Kurorte hervorzutun. Seitdem entwickelten sich Sylt, Föhr und Amrum immer mehr zu Touristenzielen.
Heute ist der Fremdenverkehr von den Inseln nicht mehr wegzudenken. Fast die gesamte Bevölkerung von Sylt ist unmittelbar oder zumindest mittelbar vom Tourismus abhängig. Dies kann allerdings auch ein großer Nachteil sein: Als zum Beispiel der Fremdenverkehr in den Zeiten des Ersten oder Zweiten Weltkrieges einbrach, mussten viele Sylter um ihre Existenz kämpfen.
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