Die Schumi-Quote
Es ist mal wieder Formel 1. Mercedes gewinnt sogar, aber man liest es nur, und keiner schauts. Nicht einmal hier, auf der Insel Sylt. Selbst hier, und wenn auch Alonso gewinnt, so richtig spannend wird es für die Menschen hier nicht, wenn der kleine Spanier in sein Auto steigt.Ist das Desinteresse der Spanier an der Formel 1 schon fast Gewohnheit, so zeichnet sich für den wichtigsten Markt dieser Milliardenindustrie, für Deutschland, in naher Zukunft ein Fiasko ab.
Noch spricht es niemand aus, noch will niemand etwas davon wissen, aber es wird schon kräftig gemunkelt, hinter vielen dieser hochglänzenden Kulissen.
Bernie Ecclestone, der kluge Stratege, hat bereits vor Jahren geahnt, wie schwierig die Zeit nach Michael Schuhmacher wohl werden wird. Noch zusätzlich angetrieben durch das Damokleschwert eines EU-weiten Tabak-Werbeverbots, versucht er seitdem, wenn auch mit wechselndem Erfolg, neue Märkte für sein Imperium zu erschließen.
Daß sie jedoch so schwierig wird, die Zeit nach dem größten Rennfahrer aller Zeiten, daran hat niemand gedacht. Es wurde zunächst verdrängt. Viele dachten, ob nun des Neides wegen getrieben, oder auch nicht, sie dachten sich, die anderen, die werdens schon richten. Es sind ja auch paar Deutsche dabei, dann zusammen mit dem Spanier, dann gibts schon keine Schreierei.
Ich denke mir so, wie lange werden es die Veranwortlichen in den Sendeanstalten noch schaffen, ihre Werbekundschaft mittels professionell zurecht gefeilten Quotenstatistiken ruhig zu halten. Jene Statistiken, die die wichtige Grundlage für die Kosten jeder Werbeminute darstellen, und die maßgeblich mit entscheiden über das Wohl und Wehe einer über viele Jahre hinweg so kräftig sprudelnden Einnahmequelle.
Ihr wolltet ihn ja unbedingt in die Wüste schicken, er war euch immer noch zu gut, auch noch nach den vielen Regeländerungen, alleine zum Zweck erkoren seine fahrerische Brillianz zu schwächen. Und jetzt wird es nicht mehr lange dauern, vermute ich einmal, sie werden es schnell spüren, wenn die Kundschaft wird dann doch ganz schmal.
Dann heißt es Schumi komm zurück, Du fehlst zu unserem Glück. Denn eines ist ja euch selbst klar, ihr wissts, habts nur vergessen schon. In eurer so schön glitzernden Welt, da drüben, es geht auch da ja immer wieder nur ums liebe Geld.
Heute grüße ich einmal auch alle Formel 1 Fans, ganz herzlich und vor allem ohne Ausnahme, drüben in Deutschland, sowie hier auf meiner Insel, Herzliche Grüße von der Insel Sylt,
Ihr Marlon
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